DIY GoPro Makrolinse

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Geschrieben von Super User
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Mit Infrarotkameras in Nistkästen habe ich in den letzten 5 Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht. Unter anderem habe ich eine komplette Schleiereulenbrut beobachtet und aufgezeichnet.

Im letzten Jahr habe ich auf meinem Grundstück einen Birkenstamm mit einer IR Kamera (940nm schwarzes IR Licht - komplett unsichtbar) ausgestattet. Schwupp die Wupp ist auch schon Familie Blaumeise eingezogen. Die Kleinen sind dann während des Frühstücks am Sonntagmorgen geschlüpft. Das war wirklich ein super Erlebnis und hat richtig Spaß gemacht. Ich konnte direkt am Fernseher zwischen RTL, Pro7 und Blaumeise wählen. Ein Nachteil haben die IR Kameras allerdings, das Bild ist nur schwarz/weiß bzw. grünlich/schwarz. Im Winter habe ich deshalb einen Birkenstamm für die meine Gopro aufgepimpt und diesen mit einem Dauerlicht ausgestattet.

 

Dafür habe ich in die Seite und in den Deckel ein GoPro Halterung montiert und für das Oberlicht eine kleine Milchglasscheibe installiert. Die Blaumeisen sollen gleich von Anfang an mit dem Licht und dem Gopro Gehäuse vertraut sein. Ich brauch dann nur noch via W-Lan die Kamera anschalten. So der Plan! Die Realität machte mir bei den ersten Bilder aber einen unscharfen Strich durch die Rechnung.

 

Die Gopro Hero 4 hat eine riesen Nachteil. Sie bildet erst ab ca.1 m bis unendlich richtig scharf ab. Ich brauche aber Topschäfe bei 18 cm. Blöd!Somit musste ich mir noch eine Makrolinse für den Nistkasten selber bastelt. Als optimal hat sich ein 37mm Filter mit einer 4+ Linse und ein aufgeschnittener Teelichthalter (12mm Abstand) erwiesen. Damit bekommt man rattenscharfe Nahaufnahmen auch mit der Gopro hin. Jetzt muss nur noch Frau Blaumeise einziehen und Bigbrother MeisenTV geht auf Sendung.

 

 

Ich bin gespannt. Viele Grüße euer Martin