Birkhuhnbalzplatz 2015

Um die stark gefährdeten Birkhühner zu fotografieren, sollte man kein Langschläfer sein. Mir fällt es auch immer total schwer, aber das Erlebnis ist einmalig und dafür nehme ich auch mal eine kürzere Nacht in Kauf. Für mich im speziellen hieß es, 4:45 Uhr aufstehen, anziehen und ins Auto setzen, durch den Schnee stapfen um den Birkhuhn Platz vor den Hühnern zu erreichen. Zelt aufbauen und warten, möglichst ohne einzuschlafen! Am ersten Tag hab ich die Anlandungen beobachtet, um mich am nächsten Tag genau dort hinzusetzen. Am 2 Tag hatte ich dann aber leider Pech, weil eine Windböe die Hühner förmlich beim Anlanden auf die andere Stelle getrieben haben.

 

Die Balz beginnt meist im Morgengrauen und endet meist nach Sonnenaufgang. Die Tänze und die Schaukämpfe dienen einzig und allein die Hennen, welche meist in den Bäumen sitzen zu beeindrucken.

 

Ich konnte leider noch keine Hennen erkennen, da die Balz an diesem Platz erst angefangen hat. Die Bedingungen waren nicht nur für den Fotografen teilweise extrem. Es waren noch Minusgrade am Morgen und auch der kalte Wind blies über den Platz. Auf dem Foto sieht man neben den 3 Hähnen auch noch Schnee. Im nächsten Jahr, werde ich mir sicherlich das Schauspiel wieder anschauen.

 

Wasserstelle auf Augenhöhe

Eine Wasserstelle auf Augenhöhe einzurichten war grundsätzlich schon immer mein Traum. Prinzipiell reicht dafür eine Schale mit Wasser. Wenn allerdings der Anspruch steigt und das Spiegelbild eines trinkenden Vogels mit abgebildet werden soll, wird es schon schwieriger. Um den Vogel dann wirklich auf Augenhöhe zu fotografieren und das Spiegelbild zu erkennen muss das Objektiv bodennah sein. Das heißt im Umkehrschluss (Graben was das Zeug hält oder der Dinge liegend verharren).

 

Weiterhin ist es wichtig, dass der Strahlengang des Objektivs nicht an der ersten Wasserkante scheitert und das die zweite Wasserkante möglichst natürlich aussieht. Die Wasserfläche muss je nach Vogelgröße entsprechend gewählt werden. In meinem Fall habe ich es auf Tauben abgesehen. Somit habe ich mich für eine Wasserfläche von 2m Länge entschieden. Ich hatte mir anfangs eine kleine Skizze gemacht und mein Werk an einem freien Tag umgesetzt. Zuvor hatte ich eine Versuchswasserstelle von 50cm Länge eingerichtet um ein Feeling für den Bau zu bekommen. 

 

Das erste Resultat...mal sehen was noch so alles zum trinken kommt.

Viele Grüße Martin Demmel

 

Wiedehöpfe in Sachsen Anhalt 2015

 

Nachdem ich im Winter alle Wiedehopffotos von 2014 sortiert hab. Ist mir aufgefallen, dass der Ring von einem Hopf ablesbar war. Ich konnte die Zahlen und Buchstaben auf vielen Fotos klar erkennen. Ich konnte auf den ersten Fotos  SE und DD erkennen. Ich wusste, dass es in Hiddensee eine Ringstelle gibt, welche die Beringer mit Ringen beliefert. Somit musste auf dem Ring Hiddensee stehen. In akribischer Kleinarbeit hab ich jedem Buchstaben eine Zahl zugeordnet und siehe da, es ist eine vollständige 6 stellige Ringnummer geworden.

 

Nachdem ich nun die Ringnummer hatte, habe ich einen „Wiederfund“ gemeldet und im Gegenzug Daten über den Vogel erhalten. Er wurde am 15.07.2012 in Calvörde (Landkreis Börde) beringt und hatte 5 Geschwister (6 Jungtiere). Diese Info war schon super interessant, denn seine erste Brut 2014 hatte auch 6 Jungtiere. Weiterhin war der Hopf noch relativ jung und hat quasi „nur 100 km“ von seiner Geburtsstätte gebrütet. Obwohl er sicherlich so attraktive Gebiete wir die Toskana überflogen hat. Ich habe anfangs vermutet, dass die Bruthöhle schon lange von Höpfen genutzt wird. Da es aber für das Männchen wahrscheinlich die erste Brut war, trifft dies für das Männchen nicht zu. Das Weibchen allerdings könnte Ihn zu der Höhle gelockt haben. Es bleibt Spannend was in 3 Wochen passiert und ob der Baum wieder angenommen wird.

 

Hier mal ein paar bewegte Bilder ,-)

https://www.youtube.com/watch?v=GkfY-VOJ_qY

Viele Grüße
Martin Demmel

Frühling 2015

Der Frühling ist am Start ,-) und ich möchte euch ein paar Bilder vom letzten Wochenende nicht vorenthalten. Morgen Früh werd ich mich nochmal auf die Socken machen, um ein paar Impressionen einzusammeln.

Ein Gänsesägerhahn schwimmt an meinem Schilfvertseck vorbei ,-)

Als ich die Krokusse fotografiert hab, ist eine Passantin ganz verschreckt zu mir angelaufen gekommen, weil sie dachte sie hat eine Leiche gefunden...Sie war doch ein wenig erleichtert, als ich sie lachend angeschaut hab.

Dieser Eichelhäher hat eine Schnecke gefunden und diese blitzschnell an einem Ast kaputt geschlagen und verputzt.

...und zum Schluss noch die Gänsesägerdame zum Herren ;-)