Wieder zurück aus Costa Rica, bin ich Euch noch die Königsgeiergeschichte schuldig

Der Königsgeier...

wenn er runterkommt herrscht extremes Herzklopfen beim Fotografen und die anderen Geier (Türken und Rabengier) flüchten. Er ist sehr selten geworden und sein Verhalten ähnelt dem unserer Seeadler. Er sitzt stundenlang auf einem Baum und macht keine Kralle krumm. Umso glücklicher bin ich über diese Aufnahme.

Zur Entstehung... Nachdem wir in unserer Lodge angekommen sind, haben wir mit einem Spektiv einen Baum mit hunderten Raben und Türkengeiern gesehen. Weit entfernt von diesem Baum saß ein Jungtier und Alttier des Königsgeiers. Ich hab mir dann am Nachmittag den Grund für die Ansammlung im Regenwald etwas genauer angeschaut. Der extreme Geruch sprach Bände. Vermutlich ein Schwein war dort im letzten Verwesungsstadium. Es hatte fast 4 Tage durchgeregnet und alles war sehr matschig, die vielen Blätter und runter hängenden Wurzel waren eigentlich für freigestellte Aufnahmen ungeeignet. Mich haben die Königsgeier aber nicht losgelassen. Ich bin dann vor Sonnenaufgang in den Wald und hab es mir mit einem sehr mulmigen Gefühl "kuschlig" gemacht. Nach Sonnenaufgang und ca. 50 Rabengeier später, kam der "king vulture" runter. Er war sehr vorsichtig, guckte durch das Gestrüpp, immer wieder in meiner Richtung. Eigentlich fühlte ich mich sehr gut getarnt mit Blätter und was sonst noch so zu finden war. Dann ging alles verdammt schnell, aggressiv vertrieb er alle Geier vom Aas (deshalb auch sein Name) , zehrte sich ein Stück ab und flog wieder davon. Ich musste alle Aufnahmen manuell fokussieren wegen dem vielen Grünzeug (Wurzeln und Blätter). Zu meinem Pech ist dann auch noch meine innere vordere Linse beschlagen, nachdem ich meine Hand vom Objektiv entfernt hatte.

Das Frühstück hatte an diesem Morgen besonders gut geschmeckt. Ich kann es immer noch nicht so richtig glauben. Ich wünsch euch ein schönen Sonntag  

Martin Demmel

Bei den Eisvögeln im Herbst

Heut war recht schönes Wetter, also bin ich nochmal zu den Eisvögeln gefahren und ich hatte auch Glück. Hier ein paar Bilder von den Eisvögeln. Liebe Grüße Martin

Die Müritz und der Darß...

...gehören für mich jedes Jahr zum Pflichtprogramm. Da ich in den letzten 6 Wochen leider nicht zum fotografieren gekommen bin, habe ich mich umsomehr auf einen "Männerausflug" mit meinem Arbeitskollegen Peter Oertel gefreut. Also spartanisch die Zelte und den Grill aufgestellt und 3 Tage die Natur genießen - Entschleunigen, wie es so schön auf neudeutsch heißt! Ein paar ganz vernüftige Aufnahmen sind auch herrausgesprungen, bis uns letztendlich das Wetter vertrieben hat.

Das ist nicht Aalfred! Für alle die es nicht wissen, es gibt auch an der Müritz einen Adler der angefüttert wird mit Aal. Dieser hier ist wirklich wildlife.

Die jungen Adler sind nicht ganz so misstrauisch wie die alten. Die alten sitzen schon mal 4h auf einem Ast und bewegen keine Kralle.

Ein Haubentaucher "tauchte" plötzlich im Morgennebel kurz vor Sonnenaufgang auf.

Mein Lieblingsbild von unserer Tour ! Ein junger Seeadler war kurz nach Sonnenaufgang sehr erfolgreich. Er packte den Fisch, bis  das Blut spitzt!

Streit bei Familie Teichrohrsänger! Mutti sieht nicht ein die schon längst flügge gewordenen Jungtiere weiterhin zu versorgen..a la Hotel Mama! Ihr reichte es aber in dem Moment und Flog davon. Der kleine hingenen veruschte sie mit aller Gewalt zu halten.

Eine erfolgreicher Fischadler ist auf dem Weg zu einem Ansitzbaum, um den Fisch dort in "Häppchen" zu zereißen und zu verspeisen.

The „Military Upupa“

könnte sein neuer Name lauten. Heimlich verbreiten sich diese tollen Rackenvögel immer weiter in den Heidelandschaften und auf verlassenen NVA Geländen. Ich habe in diesem Jahr wieder eine Brut entdeckt, welche nur 30 cm über dem Erdboden lag. Es ist wieder eine Brut, von der ich weiß, welche mitten im Wald aufgezogen wurde.

Die Baumhöhle in einer alten Birke ist sehr interessant, es gibt zwei Einfluglöcher. Ein sehr schmales, welches lediglich zum füttern genutzt wird und ein ca 50cm auf der entgegenesetzen Seite liegendes Einflugloch. Gefüttert wurden die kleinen Stinker mit Maulwurfsgrillen, Engerlinge, Mehlwürmer und auch Käfer .Derzeit sind schon 5 Jungtiere aktiv ausgeflogen, einer ist derzeit noch in der Höhle.

Um ein paar Eindrücke vom Umfeld zu gewinnen sind auch ein paar Weitwinkelaufnahmen dabei. Ich hoffe, dass diese fantastischen Vögel die Bruthöhle im nächsten Jahr wieder verwenden und wir uns wieder auf eine Wiedehopfbrut freuen können.

 

Viele Grüße

Martin